Günter "Benno" Kiefer-Lerch

(*1927, †2014)

Günter "Benno" Kiefer-Lerch, September 2014, Rügen | Foto: privat, Dolly Leupold
Günter "Benno" Kiefer-Lerch, Septem­ber 2014, Rügen | Foto: privat, Dolly Leupold
Benno Kiefer-Lerch-Im Ateliergarten-Friedrichshagen-2006-sis
Benno im Atelier­gar­ten in Fried­richs­ha­gen, Offene Ateliers 2006 | Foto: Sigrid Strach­witz

Offene Ateliers 2018

Male­rei und Grafik

22Ausstel­lung aus dem Nach­lass
im Hofgar­ten Bölschestr. 9

Sa 09. Juni | 13–19 Uhr
So 10. Juni | 13–18 Uhr

Kurzporträt

  • Am 19.12.1937 in Danzig als Günter Paul Lerch gebo­ren.
  • 1944/45 Prägende Flucht im Plan­wa­gen mit Mutter und Bruder nach Meck­len­burg; der Vater ist im Krieg gefal­len.
  • Schü­ler in den male­ri­schen Städt­chen Marlow und Ribnitz-Damgar­ten, wo er 1956 das Abitur ablegt, bereits ein Zeichen­ta­lent mit spit­zer Feder.
  • 1957–1960 Studium der Gebrauchs­gra­fik an der renom­mier­ten Fach­hoch­schule für Ange­wandte Kunst in Heili­gen­damm.
  • Lehr-und Wander­jahre“ als Werbe­gra­fi­ker und zuneh­mend als sati­ri­scher Zeich­ner.
  • 1964 wird Berlin – zunächst Pankow und Köpe­nick und seit Anfang der 90er Jahre Fried­richs­ha­gen – zu seiner 2. Heimat. Die in Fried­richs­ha­gen tradi­tio­nell behei­ma­tete, viel­fäl­tige Kunst­szene wird durch den nach außen meist spröde-humor­voll wirken­den und doch so sensi­blen, von seinen zahl­rei­chen Freun­den liebe­voll „Benno“ genann­ten Künst­ler entschei­dend mitge­prägt.
  • 1965 ff. Aufnahme in den VBK. Arbeit als Buch­il­lus­tra­tor u.a. für den Berli­ner Aufbau-Verlag und als sati­ri­scher Zeich­ner, so für die bekannte Zeit­schrift „Eulen­spie­gel“, vermehrt aber auch auf dem Gebiet der freien Male­rei und Zeich­nung.
  • Ab 1979 erste Einzel- und Grup­pen­aus­stel­lun­gen in Berlin und ab 1990, nunmehr ausschließ­lich frei­be­ruf­lich tätig, zuneh­mend an bis zu seinem Tode regel­mä­ßig von ihm aufge­such­ten Orten seiner gelieb­ten nordi­schen Land­schaf­ten der Kinder- und Jugend­zeit, u.a.
    • 1996 in Kloster/Hiddensee,
    • zwischen 1998 und 2010 sechs Mal im Künst­ler­ort Ahrens­hoop: 1998/99/2002 im Atelier des Grafi­kers und Malers Rainer Dörner | 2005 im Dornen­haus | 2009 im Kunst­ka­ten | 2010 in der Strand­halle.
      Bis zu seinem Tod bleibt er sowohl persön­lich als auch in seiner künst­le­ri­schen Arbeit dem Land­schafts­raum der Ostsee eng verbun­den.
  • Aufgrund einer kompli­zier­ten Kiefer­ope­ra­tion legt er sich – augen­zwin­kernd hinsicht­lich des berühm­ten „Ahnen“ und so ganz typisch Benno – den Künst­ler­na­men „Kiefer-Lerch“ zu.
  • Sowohl die 90er Jahre als auch das erste Jahr­zehnt nach der Jahr­tau­send­wende werden für ihn zu einer künst­le­risch wesent­li­chen und erfolg­rei­chen Schaf­fens­pe­ri­ode. Das Male­ri­sche in vielen Bildern nimmt zu, ohne dass er seinen nahezu britisch-trocke­nen Humor verliert.
  • 2014 stirbt „Benno“ Kiefer-Lerch nach schwe­rer Krank­heit dennoch uner­war­tet – bis zuletzt auch künst­le­risch regen Anteil nehmend an den großen und klei­nen „Bewe­gun­gen“ einer zuneh­mend aus den Fugen gera­te­nen Welt.

Sein umfang­rei­ches künst­le­ri­sches Erbe weist ihn aus sowohl als Meis­ter einer ganz eige­nen humor­vol­len sati­ri­schen Zeich­nung als auch im male­ri­schen Werk (über­wie­gend Ölkreide, Pastell und Aqua­rell) als einen eigen­wil­li­gen Maler-Poeten, der sanft-farbene, harmo­ni­sche Traum­land­schaf­ten ebenso erschuf wie hinter­grün­dig-skur­rile, mehr oder weni­ger abstrakte Fabel­we­sen an mysti­schen, wunder­sa­men Orten. Seine Bilder und Zeich­nun­gen – oft nahezu „kosmi­sche Welten“ und von erre­gen­der und dennoch stim­mi­ger Formen­spra­che – lassen stau­nen und beflü­geln unsere Phan­ta­sie. Danke, Benno!

Text: Renate Löber, Gale­rie Dornen­haus Ahrens­hoop anläss­lich einer Ausstel­lung zum 80. Geburts­tag 2017

Kontakt

Künst­le­ri­sche Nach­lass­ver­wal­tung Günter Kiefer-Lerch, auch Benno genannt:
Dolly Leupold
T. 0174–798 43 07

ARCHIV

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